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Der Verband kompetent für Surf, Kite, Jolle, Cat und SUP mit einer internationalen Präsenz im Strandwassersport.

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  • Catamaran
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Tipps für Surfeinsteiger

Windsurfen will gelernt sein

Erste Kontakte mit einem Surfbrett haben viele Neueinsteiger im Urlaub. Leicht frustriert stellen viele sehr schnell fest, wie schwierig es ist, zunächst einmal die Balance zu halten - von Vorankommen ganz zu schweigen. Um buchstäblich den Bogen raus zu bekommen, geht es nicht ohne Unterricht. Jedes Jahr unterrichteten die Mitgliedsschulen des VDWS mehr als 100.000 Einsteiger und Fortgeschrittene.

Ausgebildete Surfer können ihren Sport nicht nur genussvoller ausüben, sie tragen durch verantwortungsbewusstes Handeln auch maßgeblich zur Sicherheit auf dem Wasser bei: Auf vielen bundesdeutschen und vielen ausländischen Gewässern gilt: Eintritt frei. Vor allem im nord- und mitteldeutschen Raum wird jedoch ein Surf Grundschein verlangt. Auf dem Steinhuder Meer etwa oder dem Dümmersee darf nur surfen, wer einen Befähigungsnachweis vorlegt. Die erforderliche Prüfung kann - gegen eine geringe Gebühr an jeder VDWS anerkannten Schule abgelegt werden. Seit seiner Gründung hat der VDWS mehr als 2 Mio Windsurfing-Grundscheine ausgestellt.

Wer kann Windsurfen lernen?

"Jeder - von 7 bis 70 Jahren, kann Surfen lernen, step by step, völlig ungefährlich, mit viel Spannung und Spaß". Das jedenfalls behaupten die meisten Wassersportlehrer. Und sie haben recht: Für alle, die sicher schwimmen können, ist Windsurfen kinderleicht zu erlernen - vorausgesetzt die Anleitung stimmt.

Ab wann geht's los?

Das Einstiegsalter liegt in der Regel zwischen 7 und 10 Jahren. Doch Achtung: Vergleicht man mehrere Kinder in diesem Alter, so lässt sich schnell ein deutlicher Unterschied in körperlicher und geistiger Entwicklung feststellen. Ein ausführliches Beratungsgespräch gemeinsam mit Eltern und Kind über Alter, Körpergewicht (hier sollten erfahrungsgemäß 30kg nicht unterschritten werden), individuelle Vorerfahrungen aus anderen Sportarten und Selbständigkeit des Kindes gibt erste Eindrücke. In Zweifelsfällen eignen sich kleine Spiele oder Übungen im Wasser und auf dem Land. Woran erkenne ich, ob mein Kind schon surfen lernen kann?

  • Ist das Kind imstande, ohne Schwierigkeiten und ohne Angst den Kopf einige Sekunden unter Wasser zunehmen und unter einem Brett/ Segel hindurch zu tauchen?
  • Kann das Kind ein kleines Kindersegel tragen, ohne das ein Teil den Boden berührt?
  • Kann es ein Kindersegel ohne übermäßige Anstrengung aus dem Wasser ziehen und zügig aufrichten?
  • Gelingt es leicht zu zweit, ein Schulboard ca. 30m bis 40m sicher zu tragen?

Schulklassen

Ich möchte mit meiner Schulklasse surfen lernen - aber wie und wo? Alle diejenigen, die mit einer Sportgruppe (Schulklasse, Verrein etc.) einen Surfkurs planen und anbieten wollen, suchen am Einfachsten den direkten Kontakt zu einer anerkannt qualifizierten VDWS-Surfschule. Die Infrastruktur ist dort vorhanden.

Material wird gestellt

Eine eigene Surfausrüstung ist für den Surfstart und Gelegenheitssurfer nicht erforderlich. VDWS-Schulen stellen alles erforderliche Material zur Verfügung. Selbst an sehr warmen Sommertagen ist ein ausreichender Kälteschutz unerlässlich. Durch den Wind entsteht auf nasser Haut Verdunstungskälte. Die den Körper langsam auskühlt. Neoprenschuhe sollte man sich aus hygienischen Gründen selbst mitbringen. Fragen Sie Ihren Surflehrer, ob er ein günstiges Kaufangebot hat.

Die einsteigertaugliche Ausrüstung garantiert schon am Anfang einen schnellen Lernerfolg. Breite, rutschfeste Boards mit ca. 180l Volumen sorgen für genügend Stabilität und Auftrieb beim Start. Superleichte Kinder-, Jugend- und Erwachsenen Schulungsriggs (Einheit aus Mast, Segel und Gabelbaum) in abgestuften Größen ab 1 qm machen das Lernen zum Kinderspiel. Nach dem Surfkurs sollte man sich noch in seiner Schule ein Brett ausleihen oder besser: Einen Aufsteigerkurs belegen. Das Fahrkönnen wird dann schnell sicher und perfekt.

Woran erkenne ich eine gute Wassersportschule?

Achtung: Bei den Wassersportschulen gibt es verschiedene Qualitätsstandards. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte kurz prüfen und sich nachweisen lassen, dass die ausgewählte Schule den international anerkannten und hohen Qualitätsanforderungen des VDWS genügt und die strengen Auflagen erfüllt hat:
Check up

  • Sind die Lehrkräfte fachlich geschult?
  • Besitzen die Ausbilder die offizielle Ausbildungs- und Prüflizenz des VDWS?
  • Macht die Schule allgemein einen gepflegten Eindruck?
  • Präsentiert sich die Schule mit Schulschild, Schulflagge und Schulstempel?
  • Sind Umkleidekabinen vorhanden?
  • Stehen mindestens 8 geeignete Anfängerboards und Segel zur Auswahl? Gibt es die Segel in verschiedenen Größen?
  • Wird die Ausrüstung (Board, Rigg, Neopren, kursbegeleitende Lehrhefte) ohne Zusatzgebühr gestellt?
  • Besteht die Möglichkeit, einen Grundschein zu erwerben?
  • Ist in schwierigen Revieren ein Motorboot jederzeit einsatzbereit
  • Ist ein Unterrichtsraum vorhanden?
  • Werden Unterrichtsmaterialien wie Magnettafeln, Magnet-Hilfsmittel eingesetzt?

Inhalte eines Einsteiger-Grundkurses

Neben den praktischen und theoretischen Grundlagen des Windsurfens (Winderkennung, Grundausrüstung wie Surfbekleidung, Brett & Rigg, Auf- und Abbau, Aufsteigen, Rigg aufholen und Anfahren, Stoppen, Steuern und die dazugehörenden Kräfte, Kurse fahren, Kreuzen, Wenden und Halsen bei leichtem Wind) gehören Themenfelder wie beispielsweise zur sportbezogenen Freizeitgestaltung (Hinweise zur Ausrüstung) , des Natur- und Gewässerschutzes im Zusammenhang mit Sporttreiben auf dem Wasser und die Sicherheit (Ausweichregeln, Verkehrsvorschriften, Transport von Boards und Riggs auf dem Autodach, Verhalten in Notsituationen, Knoten) auf dem Wasser und an Land in jeden modernen Surfkurs.

Wie lange dauert ein Surfkurs?

In der Regel dauert ein kompletter Anfängerkurs 12 bis 14 Stunden. Bei guten äußeren Bedingungen lernen Anfänger in einer Surfschule schon am ersten Tag und nach einer Stunde das Starten und Fahren. Für den Surfstart genügen leichte Surfbedingungen, d.h. leichte Winde, wenig Wellen und eine flache Wasserfläche.

Kursende

Der Surfkurs sollte mit einer Prüfung zum VDWS-Grundschein enden. Dieser berechtigt, auf bestimmten Revieren zu surfen und außerdem kann man auf der ganzen Welt in allen VDWS-Surfschulen Windsurfbretter ohne Probleme ausleihen. Dieses ist besonders wichtig in Urlaubsländern, in die man kein eigenes Brett mitnehmen kann.

Videos zur Einsteigertechnik

Segelaufholen und Anfahren
180 Grad Drehung
Anluven
Abfallen
Wende
Halse