VDWS Windsurfing Einsteiger
Einführung
Die Ausbildung zum VAW Windsurfing-Grundschein umfasst - je nach Vorkenntnissen - ca. 12 - 15 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis. Maßgeblich für die Kursdauer ist das Ziel der Ausbildung: Die Schüler sollen bei Wind bis 3 Beaufort ablegen, im Übungsgebiet sicher surfen und wieder sicher am Ausgangspunkt anlegen können.


Level 1
Grundschein
Level 2
Longboard schnelle Wende und Halse
Level 3
Strandstart, Trapezfahren
Level 4
Longboard Leeride, Clewfirst, Sailrotations, Board 360°, Fin frist surfing
Level 5
Funboard Angleiten, Schlaufen surfen
Level 6
Wasserstart
Level 7
Powerhalse
Junior Grundschein
Beim Windsurfen ist der Einstieg für Kinder möglich. Dafür hat die VDWS-Schule spezielle kindgerechte Lehrhefte, die im Unterricht eingesetzt werden. Der Jüngstenschein gilt bis 14 Jahre, dann kann durch Absolvieren der Theorieprüfung für Erwachsene der offizielle VDWS-Grundschein abgelegt werden.

Tipps für Einsteiger
Erste Kontakte mit einem Windsurfboard haben viele Neueinsteiger im Urlaub. Leicht frustriert stellen viele sehr schnell fest, wie schwierig es ist, zunächst einmal die Balance zu halten - von Vorankommen ganz zu schweigen. Um buchstäblich den Bogen raus zu bekommen, geht es nicht ohne Unterricht. Jedes Jahr unterrichteten die VDWS-Mitgliedsschulen mehr als 100.000 Einsteiger und Fortgeschrittene.
Ausgebildete Windsurfer können ihren Sport nicht nur genussvoller ausüben, sie tragen durch verantwortungsbewusstes Handeln auch maßgeblich zur Sicherheit auf dem Wasser bei. Auf vielen bundesdeutschen und vielen ausländischen Gewässern gilt: Eintritt frei. Vor allem im nord- und mitteldeutschen Raum wird jedoch ein Windsurfing-Grundschein verlangt. Auf dem Steinhuder Meer etwa oder dem Dümmersee darf nur windsurfen, wer einen Befähigungsnachweis vorlegt. Die erforderliche Prüfung kann - gegen eine geringe Gebühr an jeder VDWS-Wassersportschule abgelegt werden. Seit seiner Gründung hat der VDWS mehr als 2 Mio Windsurfing-Grundscheine ausgestellt.
"Jeder - von 7 bis 70 Jahren, kann Windsurfen lernen, step by step, völlig ungefährlich, mit viel Spannung und Spaß". Das jedenfalls behaupten die meisten Wassersportlehrer. Und sie haben recht: Für alle, die sicher schwimmen können, ist Windsurfen kinderleicht zu erlernen - vorausgesetzt die Anleitung stimmt.
Das Einstiegsalter liegt in der Regel zwischen 7 und 10 Jahren. Doch Achtung: Vergleicht man mehrere Kinder in diesem Alter, so lässt sich schnell ein deutlicher Unterschied in körperlicher und geistiger Entwicklung feststellen.
Ein ausführliches Beratungsgespräch mit Eltern und Kind über Alter, Körpergewicht (hier sollten erfahrungsgemäß 30kg nicht unterschritten werden), individuelle Vorerfahrungen aus anderen Sportarten und Selbstständigkeit des Kindes gibt erste Eindrücke. Im Zweifelsfall heißt es: ausprobieren. Kleine Versuche im Wasser und auf dem Land geben dann sehr schnell Klarheit und zeigen, ob sich ein Surfkurs lohnt.
Ich möchte mit meiner Schulklasse windsurfen lernen - aber wie und wo? Alle diejenigen, die mit einer Sportgruppe (Schulklasse, Verrein etc.) einen Windsurfingkurs planen und anbieten wollen, suchen am Einfachsten den direkten Kontakt zu einer anerkannt qualifizierten VDWS-Windsurfingschule. Die Infrastruktur ist dort vorhanden.
Der Grundkurs
Woran erkenne ich eine gute Wassersportschule?
Achtung: Bei den Wassersportschulen gibt es verschiedene Qualitätsstandards. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte kurz prüfen und sich nachweisen lassen, dass die ausgewählte Schule den international anerkannten und hohen Qualitätsanforderungen des VDWS genügt und die strengen Auflagen erfüllt hat.
Check up
- Sind die Lehrkräfte fachlich geschult?
- Besitzen die Ausbilder die offizielle Ausbildungs- und Prüflizenz des VDWS?
- Macht die Schule allgemein einen gepflegten Eindruck?
- Präsentiert sich die Schule mit Schulschild, Schulflagge und Schulstempel?
- Sind Umkleidekabinen vorhanden?
- Stehen mindestens 8 geeignete Anfängerboards und Segel zur Auswahl? Gibt es die Segel in verschiedenen Größen?
- Wird die Ausrüstung (Board, Rigg, Neopren, kursbegeleitende Lehrhefte) ohne Zusatzgebühr gestellt?
- Besteht die Möglichkeit, einen Grundschein zu erwerben?
- Ist in schwierigen Revieren ein Motorboot jederzeit einsatzbereit
- Ist ein Unterrichtsraum vorhanden?
- Werden Unterrichtsmaterialien wie Magnettafeln, Magnet-Hilfsmittel eingesetzt?
Inhalte
Inhalte des Grundkurses
Neben den praktischen und theoretischen Grundlagen des Windsurfens (Winderkennung, Grundausrüstung wie Windsurfbekleidung, Brett & Rigg, Auf- und Abbau, Aufsteigen, Rigg aufholen und Anfahren, Stoppen, Steuern und die dazugehörenden Kräfte, Kurse fahren, Kreuzen, Wenden und Halsen bei leichtem Wind) gehören Themenfelder wie beispielsweise zur sportbezogenen Freizeitgestaltung (Hinweise zur Ausrüstung) , des Natur- und Gewässerschutzes im Zusammenhang mit Sporttreiben auf dem Wasser und die Sicherheit (Ausweichregeln, Verkehrsvorschriften, Transport von Boards und Riggs auf dem Autodach, Verhalten in Notsituationen, Knoten) auf dem Wasser und an Land in jeden modernen Windsurfingkurs.
Ziele
Was sind die Ziele eines Grundkurses?
Zwar gehören Kenntnisse über die Funktion von Brett und Segeln sowie das Erlernen und Verbessern von Techniken und Bewegungsformen zum Lernen dazu, aber am Wichtigsten ist das Gefühl für die Balance zwischen Körpergewicht und Windkraft. Solche Wahrnehmungen zu erspüren, ist auch die Grundlage des neuen, spielerischen Lernens beim Windsurfen.
Ein weiteres Ziel ist die "Kontrolle" über das Sportgerät und die "Orientierung" an Land und auf dem Wasser. Die Schüler sollen ihr Board und Rigg bei ein bis vier Windstärken sicher beherrschen. Sie sollen sich im Einklang mit anderen Wassersportlern auf dem Wasser orientieren, bewegen und jedes Ziel selbständig ansteuern können.
Grundlegendes Wissen über aktuelle Themenfelder zur sportbezogenen Freizeitgestaltung, zum Natur- und Gewässerschutz sowie zur Sicherheit und Verhalten im Zusammenhang mit anderen Sporttreiben sind einige kognitive Ziele. Sozial affektive Ziele wie z.B. Freude am Surfen entwickeln, gegenseitiges Helfen, Rücksichtnahme auf Andere usw. bestimmen den Unterricht.
Dauer
Wie lange dauert ein Grundkurs?
In der Regel dauert ein kompletter Anfängerkurs 12 bis 14 Stunden. Bei guten äußeren Bedingungen lernen Anfänger in einer Windsurfingschule schon am ersten Tag und nach einer Stunde das Starten und Fahren. Für den Windsurfingstart genügen leichte Bedingungen, d.h. leichte Winde, wenig Wellen und eine flache Wasserfläche.
Material
Eine eigene Windsurfingausrüstung ist für den Windsurfingstart und Gelegenheitswindsurfer nicht erforderlich. VDWS-Schulen stellen alles erforderliche Material zur Verfügung. Selbst an sehr warmen Sommertagen ist ein ausreichender Kälteschutz unerlässlich. Durch den Wind entsteht auf nasser Haut Verdunstungskälte, die den Körper langsam auskühlt. Neoprenschuhe sollte man sich aus hygienischen Gründen selbst mitbringen.
Die einsteigertaugliche Ausrüstung garantiert schon am Anfang einen schnellen Lernerfolg. Breite, rutschfeste Boards mit ca. 180 l Volumen sorgen für genügend Stabilität und Auftrieb beim Start. Superleichte Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Schulungsriggs (Einheit aus Mast, Segel und Gabelbaum) in abgestuften Größen ab 1 qm machen das Lernen zum Kinderspiel. Nach dem Windsurfingkurs sollte man sich noch in seiner Schule ein Brett ausleihen oder besser, einen Aufsteigerkurs belegen. Das Fahrkönnen wird dann schnell sicher und perfekt.
Kursende
Der Windsurfingkurs sollte mit einer Prüfung zum VDWS-Grundschein enden. Dieser berechtigt auf bestimmten Revieren zum Windsurfen und außerdem kann man auf der ganzen Welt in allen VDWS-Wassersportschulen Windsurfingmaterial ohne Probleme ausleihen.
Ausweichregeln
Grundregel für das Verhalten im Verkehr
Allen Verkehrsvorschriften steht der Grundsatz voran, dass sich jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten hat, dass die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gewährleistet und dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Insbesondere sind die Vorsichtsmaßregeln zu beachten, die die seemännische Sorgfaltspflicht sowie die besonderen Umstände des Falles erfordern.
Ausweichregeln für Fahrzeuge in Sicht
Die Ausweichregeln der KVR unterscheiden ausschließlich nach der Antriebsart der Fahrzeuge. Besondere Fahr- und Ausweichregeln für »Sportfahrzeuge« gibt es nicht. Sie haben die gleichen Rechte, aber auch die gleichen Pflichten wie die Berufsschifffahrt.
Ausweich- und Kurshaltepflicht
Nähern sich zwei Fahrzeuge so, dass die Gefahr eines Zusammenstoßes besteht, müssen sie sich entsprechend den Ausweich- und Fahrregeln verhalten. Die KVR unterscheiden zwischen Ausweichpflicht und Kurshaltepflicht. Das ausweichpflichtige Fahrzeug muss das Ausweichmanöver frühzeitig, durchgreifend und klar erkennbar durchführen. Beim Ausweichen sollte keinesfalls der Bug des Kurshalters gekreuzt, sondern dessen Heck passiert werden.
Der Kurshalter hat seinen Kurs und seine Geschwindigkeit beizubehalten. Kommt der Ausweichpflichtige seiner Ausweichpflicht nicht nach, darf der Kurshalter durch eigenes Manöver einen Zusammenstoß vermeiden. Kommt das ausweichpflichtige Fahrzeug dem Kurshalter so nahe, dass es allein einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden kann, so muss der Kurshalter das Manöver des letzten Augenblicks ausführen.
Maschinenfahrzeuge
Maschinenfahrzeuge weichen Segelfahrzeugen aus. Da ein Überholer unabhängig von der Antriebsart ausweichpflichtig ist, wäre z.B. ein überholendes Segelfahrzeug gegenüber einem langsamen Maschinenfahrzeug ausweichpflichtig. Surfer sind nach KVR Segelfahrzeuge. Im Geltungsbereich der SeeSch-StrO sind Surfer als Wassersportgerät gegenüber Fahrzeugen generell ausweichpflichtig. Jedes Fahrzeug muss jederzeit mit sicherer Geschwindigkeit (u.a. in Abhängigkeit von der Verkehrsdichte, den Sichtverhältnissen und der eigenen Manövrierfähigkeit) fahren, so dass es geeignete und wirksame Maßnahmen treffen kann, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Zudem muss jedes Manöver zur Vermeidung eines Zusammenstoßes zu einem sicheren Passierabstand führen.
Manöver des letzten Augenblicks
Behält trotz warnenden Zurufs ein ausweichpflichtiges Fahrzeug seinen Kurs bei und ist es bereits so nahe gekommen, dass ein Zusammenstoß durch ein Manöver dieses Fahrzeuges allein nicht mehr vermieden werden kann, so muss der Kurshalter das Manöver des letzten Augenblicks ausführen.
Wenn du für ein Ausweichmanöver deinen Kurs oder deine Geschwindigkeit änderst, solltest du
- rechtzeitig
- deutlich und
- entschlossen handeln.

Naturschutz
In zunehmendem Maße werden Binnenseen und Küstengewässer von Wassersportlern zur Ausübung ihres Sportes benutzt. Dabei dringen sie mit ihren z.T. flachen Sportgeräten oft in Gebiete ein, die vorher ungestörte Nist- und Rastplätze vieler selten gewordener Vogelarten waren. Dies rief vielerorts einen Konflikt zwischen Naturschätzern und Wassersportlern hervor. Informier dich daher über die geltenden Regeln.
Naturschutz
In zunehmendem Maße werden Binnenseen und Küstengewässer von Wassersportlern zur Ausübung ihres Sportes benutzt. Dabei dringen sie mit ihren z.T. flachen Sportgeräten oft in Gebiete ein, die vorher ungestörte Nist- und Rastplätze vieler selten gewordener Vogelarten waren. Dies rief vielerorts einen Konflikt zwischen Naturschätzern und Wassersportlern hervor. Informier dich daher über die geltenden Regeln.

