Karriere im Wassersport



Den Wind in den Händen halten, über türkisfarbenes Wasser gleiten, nur mit Boardshort oder Bikini bekleidet, und dabei Geld verdienen das nennt man Leben. Der VDWS vergibt die Lizenz zum Leben - mit der Windsurf- Kitesurf oder Catinstructor-Ausbildung. Sie sind das Ticket für eine abwechslungsreiche Tätigkeit unter Palmen - mit Profit. Mehr als 1.500 Instructoren sind in den über 400 Mitgliedsschulen des VDWS tätig. Die Auslands-Wassersportstationen verteilen sich auf über 30 Länder weltweit. Dazu gehören z.B. die Malediven, Brasilien, Venezuela, Barbados, Thailand, Ägypten, Spanien oder Südafrika. Sabine und Bart - zwei Profis berichten.

Bart de Zwart

Wind und Wasser haben mein bisheriges Leben geprägt - und ich bin froh darum. Mit sieben Jahren habe ich in Holland in der Surf- und Segelschule meiner Eltern begonnen. Im Winter sind wir mit unserem Segelschiff in der Karibik oder im Mittelmeer gekreuzt. Erste Erfahrungen als Surflehrer habe ich schon mit 14 Jahren gemacht - allerdings nach dem "try-and- error" - Prinzip. System in den Unterricht kam erst 1987 mit meiner Ausbildung beim VDWS zum Windsurflehrer, damals hieß das noch C- und B-Lizenz.

Seit 1989 habe ich meine Vorliebe für Langstreckenregatten entdeckt und bin mehrere Events mitgefahren. Um mal etwas "Vernünftiges" zu machen, habe ich von 1990 bis 1996 die Fachhochschule für Touristik und Betriebswirtschaft besucht und abgeschlossen. Von Anfang an war aber für mich klar: Life is windsurfen. Ich wollte einen Arbeitsplatz an der Stelle, wo ich mich auch sonst am wohlsten fühle am und auf dem Wasser. 1993 bin ich bei Happy Surf & Ski ins Boot gestiegen. Ein Entschluß, der mich in neue Ecken der Welt geführt hat. Die Stationen hießen bisher Karpathos in Griechenland, EI Yaque auf Isla Margarita, sowie seit 1997 Los Roques, der neue Traumspot vor Venezuela. Zur Zeit lebe ich auf Hawaii, wo ich eine Surfschule leite. Neben der Tätigkeit als Stationsleiter bleibt immer noch Zeit für mein Hobby, ein paar Regatten in der Karibik mitzufahren. Die Voraussetzungen sind ideal: Schließlich trainiere ich mit jeder Unterrichtsstunde auf dem Wasser auch mein eigenes Fahrkönnen. Und wo kann man sonst für sein Hobby trainieren, während man arbeitet?
Mein Motto fürs Leben: Dichtnehmen und Gas geben - egal ob auf dem Wasser oder an Land. Und welcher Job eignet sich da besser als der des Surflehrers?

Sabine Biehler

". . . und immer schön lächeln". Bei meinem früheren Job war das die Vorgabe von meinem Chef. Aber da hieß mein Arbeitgeber auch noch Deutsche Bank in Wuppertal. Bis zum März 96 habe ich als Bankangestellte meine Brötchen verdient. 13 Jahre lang die nette Frau hinter dem Schalter abgegeben, gutes Geld verdient und viel Ansehen geerntet. Bankangestellte, das ist doch was Solides, etwas Vernünftiges - klingt es mir noch heute in den Ohren. Aber was nützt die Vernunft, wenn die Lust am Leben dabei auf der Strecke bleibt? Wenn keine Zeit und kein Raum bleibt um die Dinge zu tun, die mir wirklich Spaß bringen und wichtig sind? Nein, der Bank-Job konnte noch nicht alles gewesen sein. Als ich 1994 und 1995 als "Hobby-Windsurflehrerin" am Dümmersee meinen Spaß am Unterrichten entdeckte, war klar, in welche Richtung es bei mir geht: Ich wollte weg! In die Ferne...

Sonne, Strand und Meer genießen und das machen, was mir am meisten Spaß bereitete: Leuten das Windsurfen und Segeln beibringen. So kitschig es klingt - aber mein Hobby zum Beruf machen, das schwebte mir vor. Seit 1986 stehe ich auf dem Surfbrett, meine Ausbildung beim VDWS habe ich 1992 mit der C-Lizenz begonnen. Drei Jahre später kam die B-Lizenz dazu. Meine ersten Gedanken, den Job zu wechseln, hatte ich 1993. Ich nahm unbezahlten Urlaub, um von April bis Oktober im Robinson Club Camyuva Türkei zu arbeiten. "Leben und arbeiten im Paradies" wie es so verheißungsvoll im Prospekt heißt - irgendwie haben sie recht damit. Sieben Monate im Jahr von der Sonne und morgens mittags und abends mit den feinsten kulinarischen Buffets verwöhnt werden, zufriedene Surfschüler aus dem Kurs entlassen, denen man das Windsurfen beigebracht hat, neue interessante Menschen kennenlernen - das ist es, was sich für mich hinter dem Wort Lebensqualität verbirgt. Die Konsequenz: 1996 im März sagte ich der Bank Goodbye und Hello im Club in Italien.

Im Surfschulgeschäft gehört die Kundenberatung und -betreuung zu den zentralen Aufgaben. Offensiv und freundlich auf mögliche Kunden zugehen - darin liegt der Schlüssel für einen erfolgreichen Job. Bislang habe ich meinen Jobwechsel kein Stück bereut. Zwar arbeite ich jetzt nicht weniger als früher. Im Gegenteil: Mit Kursen und Verleih sowie abendlichen Veranstaltungen komme ich locker auf einen 10-Stunden-Tag aber der Job macht mir einfach soviel Spaß, daß die Zeit wie im Fluge vergeht. Und der einzige, der sagt "... und immer schön lächeln" bin ich.

Lust auf einen Job im Wassersport?

Der VDWS ist die kompetente Adresse für die richtige Ausbildung. Seit 1974 bildet der Verband Windsurflehrer aus, seit 1993 Catinstructoren, seit 2000 Segel- und Kiteinstructoren. Die Anforderungen der Wassersportstationen haben sich im Laufe der Jahre stark gewandelt. Viele Windsurfschulen haben Cat oder Jollensegeln in ihr Programm aufgenommen, große Testzentren angegliedert oder offerieren spezielle Freitzeitgruppen-Angebote. Der VDWS hat diese Entwicklungen mit forciert und orientiert seine Ausbildung stets an den aktuellen Erfordernissen des Marktes. Nur so ist eine praxisnahe und qualifizierte Ausbildung gewährleistet. Das Ausbildungs-Lehrteam besteht aus Leuten aus der Praxis: Erfahrene und langjährig tätige Windsurf- oder Segellehrer sowie Schulleiter, Dozenten von Hochschulen, erfahrene Regatta-Profis und Leiter großer Reiseveranstalter. So ist eine perfekte Mischung aus praktischem Schulungs Know-how, pädagogischem und fachtheoretischem Wissen, sowie marktgerechten Inhalten auf den Seminaren garantiert.





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